Markus Karstieß Besuch einer Tongrube Foto: Markus Karstieß, VG-Bild 2018

EINFACH MAL MACHEN…

am 02. Oktober 2018 | in Allgemein, Landschaffen | von | mit 0 Kommentaren

LANDSCHAFFEN mit Markus Karstieß

Markus Karstieß (*1971 in Haan) ist bildender Künstler und studierte bei Prof. Jannis Kounellis an der Kunstakademie Düsseldorf. In seinen plastischen Arbeiten aus Ton arbeitet er ausgehend von dem Abdruck seiner Hände, der Innenraum der Hand ist hierbei formgebend. Ihn beschäftigt das Prinzip: „Wie groß kann ich in der Arbeit werden und es noch aus eigener Kraft, mit den eigenen Händen gestalten?“ Hierbei werden Grenzen des Materials ausgereizt und in Teilen überwunden. Der Griff in den Ton – intuitiv, direkt, unmittelbar – gründet somit die Basis seines künstlerischen Schaffens. Einfach mal machen!

Markus Karstieß
Besuch einer Tongrube
Foto: Markus Karstieß, VG-Bild 2018

 

Der Ursprung des Wortes „machen“ liegt tatsächlich in der handwerklichen Bedeutung wie „kneten, „verschmieren“, was sich auf „eine Wand mit Lehm beschmieren“ bezieht. Hierauf folgte dann später das „formen“ und „bauen“.

Markus Karstieß
Vortrag in Raketenstation, Museumsinsel Hombroich
2.10.18
zum Thema Lehmbau, Ton und Architektur

 

Und genau das wird der Künstler Markus Karstieß mit Studierenden der Hochschule Koblenz (IKKG) ab morgen, Mittwoch den 3. Oktober bis Samstag den 6 .Oktober im LVR-Klinikpark Mönchengladbach anbieten:
Gemeinsam mit den Studierenden Tonia Fee Graß, Khaleed Farrouj, Wei Shen und Song Zhifeng wird im LVR-Klinikpark zum Zusammenarbeiten an einer begehbaren Skulptur eingeladen. Hierbei wird Bezug genommen auf den Ursprung des Materials als ein seit Jahrtausenden genutzter Baustoff. Noch heute zeugen Ziegel- und Lehmbauten in vielen Regionen der Welt, wie auch bei uns, vom Bauen mit Erdmaterial. Gemeinsam mit allen Teilnehmenden wird eine begehbarer Turm gebaut. Dieser Turm ist gerade so groß, das eine Person hierin ihren Platz findet.

 

Markus Karstieß
Besuch einer Tongrube
Foto: Markus Karstieß, VG-Bild 2018

In diesem Raum ist man von dem Material voll und ganz umschlossen. Die Skulptur gibt Möglichkeit eine veränderte Wahrnehmung von sich selbst und seiner Umwelt – sinnlich, taktil, akustisch- zu erlangen. Der Turm wird im Park verbleiben, bis er durch Regen und Wind über die Zeit wieder abgetragen und somit der Erde zurückgeführt wird.

Markus Karstieß
Besuch einer Tongrube
Foto: Markus Karstieß, VG-Bild 2018

 

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